Firmenportrait Noser-Inox AG

Firmenportrait Noser-Inox AG

Der Ursprung der Noser-Inox AG in Oberrohrdorf liegt in der Gründung der Einzelunternehmung Fridolin Noser, Metallwaren, im Jahre 1948. Fridolin Noser sen. befasste sich vorwiegend mit der Herstellung von Kochgeschirr aus rostfreiem Material – dem Chromnickelstahl. Dieses Material hat ihn seit seiner Lehrzeit als Spengler immer fasziniert. Durch seine engagierte Tätigkeit in verschiedenen Unternehmen hatte er sich umfassende Kenntnisse in der Verarbeitung von Chromnickelstahl angeeignet, und in seinem Kleinbetrieb in Oberrohrdorf umgesetzt.

Start in ehemaliger Bürstenfabrik

In der Liegenschaft einer ehemaligen Bürstenfabrik an der Badenerstrasse konnten erste Räumlichkeiten bezogen werden. Die ersten Pfannen wurden vorwiegend in Handarbeit gefertigt. Maschinen waren nur in sehr bescheidenem Masse vorhanden. Im Jahre 1950 wurde die erste Tiefziehpresse angeschafft. Es war eine Occasionspresse der Marke „Netstal“. Durch diese Anschaffung wurde die Fertigung enorm erleichtert.
Die ersten Kochgeschirre (Stielpfannen) wurden produziert und über renommierte Fachgeschäfte in der ganzen Schweiz angeboten. 1951 wurde es eng in der Werkstatt, und die frühere Dorfschmiede wurde dazu gemietet. Am 10. August 1959 konnte die Liegenschaft an der Badenerstrasse erworben werden, was neue Perspektiven eröffnete. In den Jahren 1966 / 1967 wurde der erste Werkstattneubau realisiert, und in regelmässigen Zeitabständen wurden die Fabrikationsräume erweitert.

Investitionen zahlten sich aus

1973 war es vorbei mit dem „Aufgiessen“ der Aluminium-Kompemsböden. Mit neuen Maschinen und Automaten, sowie modernsten Hochfrequenz-Lötanlagen wurden fortan die Mehrschicht-Kompensböden aufgelötet. Eine sprunghafte Qualitäts- und Produktionssteigerung war die Folge. Der erweiterte Maschinenpark garantierte eine Vereinfachung und Rationalisierung der Produktion und Fertigung aller Produktbereiche.
Um die Existenz des Betriebes zu sichern, wurde 1988 die Firma F. Noser & Cie. in die Noser-Inox AG Oberrohrdorf überführt. Somit war für die Mitarbeiter und Kunden eine Plattform geschaffen, wo Kontinuität, Qualität und Fortbestand garantiert waren, was in der heutigen Zeit von Fusionen immer wichtiger ist. Noser-Inox AG bleibt ein eigenständiges Familienunternehmen.

Hochwertiges Kochgeschirr

Noser-Inox AG verarbeitet jährlich ca. 150 Tonnen Rohmaterial, vor allem Chromnickelstahl. Schwerpunkte des Fabrikationsprogramms sind Kochgeschirr-Sortimente für den Haushalt und die Gastronomie. Das Sortiment reicht vom kleinen Halbliter-Saucenpfännchen bis zum 65-Liter Bouillonkessel.

Durch die Einführung von Chromnickelstahl-Kochgeschirr in der Gastronomie, konnten vielerorts Hygieneprobleme gelöst werden. Andererseits haben die Erkenntnisse aus der Gastronomie die Qualität und die Produktesicherheit positiv beeinflusst. 

Die Schweiz, Deutschland und Österreich bilden das Standbein und die Basis für die Firma Noser-Inox AG. Zunehmend konnten jedoch in den letzten Jahren grössere Stückzahlen in den asiatischen und amerikanischen Markt exportiert werden, was zeigt, dass dort die hochwertige Schweizer Qualität gefragt ist.

Expansion im Industriebereich

Dank langjähriger Erfahrung in der Metallverarbeitung ist Noser-Inox AG auch ein leistungsfähiger Zulieferer für die Industrie geworden. Das Unternehmen bietet Problemlösungen für technisch anspruchsvolle Anwendungen aus Chromnickelstahl an. Noser-Inox AG hat sich auf verschiedene Bearbeitungsstufen spezialisiert wie Tiefziehen, Schweissen, Rundschneiden, Bordieren und Beschneiden. Die Oberflächenbearbeitung der Produkte ist eine Spezialität, und namhafte Industriekunden im In- und Ausland zählen zum Kundenstamm. Die Industriekunden kommen aus den Brachen Medizinaltechnik, Chemie, Flugzeugbau, Lebensmittelindustrie, Maschinenbau, wo die innovativen Ideen und Lösungen sehr geschätzt werden.
Mittlerweile deckt der Industriebereich die Hälfte des Jahresumsatzes ab, die Tendenz ist steigend.

Schlusswort

Die Noser-Inox AG beschäftigt heute rund 20 Mitarbeiter. Die Leitung der Firma hat Herr Fridolin Noser jun. welcher den Betrieb nach dem Tod seines Vaters übernommen hat.

Die Grundsätze der Noser-Inox AG sind:

  • Hochwertige Produkte zu marktgerechten Preisen produzieren
  • Ständige Innovation und offen für neue Technologien
  • Keine euphorischen Expansionen mit Fremdkapital
  • Erhalt der Familienunternehmung 
  • Erhaltung des Produktionsstandortes Schweiz

 


Firmengeschichte

Prospekt «Abwaschtisch» um 1946.

 

1946 gründeten Fritz Lörtscher und Fridolin Noser die Firma Belinox in Stetten. Fridolin Noser und Fritz Lörtscher lernten sich bei der Firma Merker in Baden kennen. Fridolin Noser leitete damals die Chromstahl-Abteilung als Meister, Fritz Lörtscher war im kaufmännischen Bereich tätig.

Fridolin Noser (hinter Spültisch) bei der Firma Buchholzer in Schramberg / DE.

Fridolin Noser (hinter Spültisch) bei der Firma Buchholzer in Schramberg / DE.

 

Vom 18. Januar 1937 bis 3. Februar 1939 arbeite Fridolin Noser als Spengler in der Abteilung Spültische bei der Firma Hermann Franke in Aarburg. Er war massgeblich am Aufbau der Spültischfabrikation aus rostfreiem Chromnickelstahl beteiligt. Um seine Kenntnisse im Bereich Metallverarbeitung zu erweitern, erhielt er die Möglichkeit, seine Kenntnisse in der Spültischfabrikation bei der Metallwarenfabrik Buchholzer in Schramberg / DE zu erweitern.

Fridolin (rechts) und Arnold (links) Noser vor dem Hintereingang der Fabrik an der Badenerstrasse 18 in Oberrohrdorf (um 1948).

 

Fridolin Noser im Ausstellungsraum in Oberrohrdorf mit Geschenken zu seinem 65. Geburtstag. Das Plakat «Für de Pfanneflicker vom Rohrdorferberg» wurde von Martin Duss gezeichnet.

 

Patentschrift von 1951 für eine Erfindung von Fridolin Noser.

 

Fridolin Noser hat ein Verfahren entwickelt mit welchem rostfreier Stahl Chromnickel- stahl) mit Aluminium dauerhaft verbunden werden konnte. Er nutzte dieses Verfahren zur Herstellung von Kompensböden (Wärmeleitböden).

Fridolin Noser wollte sich die guten Eigenschaften von Aluminium, Wärmeleitfähigkeit und Wärmespeicherung, zu Nutzen machen. Aluminium hat die Eigenschaft sich durch diffundieren (verschmelzen) mit Chromnickelstahl zu verbinden. Durch das Aufgiessen von Aluminiumböden konnte ein Kochgeschirr hergestellt werden, welches einerseits die Wärme gut von der Wärmequelle (damals Feuer, Gas oder Elektro) abnimmt und gleichmässig verteilt, und andererseits korrosionsfest und geschmacksneutral gegenüber dem Kochgut ist.


Prospekt für das Kochgeschirr NSN (um 1952).

 

Wohnhaus mit Fabrikationshalle an der Badenerstrasse 18 in Oberrohrdorf.

 

Zu Beginn wurde die Fabrikationshalle gemietet. Später (1959) kaufte Fridolin Noser das Gebäude mit Fabrik und erweiterte die Fabrikationshallen kontinuierlich.

 

Wohn- und Geschäftshaus mit Fabrikationshallen der Noser-Inox AG (um 1982).



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